Das ehemalige Monopol der großen Stromanbieter schwindet immer mehr. Anbieter wie Flexstrom oder Nuon machen den ehemals etablierten Konzernen wie Vattenfall mit immer günstigeren Angeboten das Leben schwer.
Die reagieren meistens nur langsam. Vattenfall beispielsweise hat zu Anfang des Jahres eine Tarifsenkung angekündigt. Trotzdem lohnt sich zur Zeit ein Wechsel des Stromanbieters, vor allem wenn man noch bei den den großen Firmen seinen Strom bezieht, die sind nämlich im Strom-Tarifvergleich fast alle teurer als die Regionalversorger.
So ist hier ein ähnlicher Trend zu beobachten wie auf demTelefonmarkt. Auf der bestehenden Infrastruktur des Netzbetreibers aufbauend, bieten viele Regionalversorger den Strom billiger an als dieser. Die Netzgebühr zahlt ihr weiterhin an den alten Netzbetreiber.
Bei einem Wechsel sollte man nun zuerst in seinem Vertrag nachsehen, ob man irgendwelche besonderen Tarife mit von der Norm abweichenden Kündigungsfristen abgeschlossen hat. Sollte das nicht der Fall seit, liegt die Kündigungsfrist bei 4 Wochen. Lasst die Kündigung vom neuen Anbieter selbst übernehmen, fast alle Regionalversorger bieten diesen Service an. Wenn alles glatt läuft, bekommt ihr die Bestätigung vom alten Regionalversorger (wenn ihr noch nie gewechselt haben, ist das noch der Netzbetreiber, an den ihr ab jetzt nur noch die Netzgebühren zahlt), dass ihr abgemeldet wurdet. Der neue Betreiber wird sich dann hoffentlich baldmöglichst bei Euch melden.
Ich persönlich habe mit dem Betreiber Flexstrom gemischte Erfahrungen gemacht. Es hat zwar im Nachhinein alles gut funktioniert, in der 3-monatigen Übergangszeit war jedoch vollkommen unklar, ob der Wechsel geklappt hat. Flexstrom ist gleichzeitig eine Service-Null, die Hotline ist ständig besetzt und EMails werden nicht beantwortet. Man sollte sich vor dem Wechsel also genau überlegen, ob man bereit ist, für die Geldersparnis den wirklich schlechten Service in Kauf zu nehmen.
Bei anderen Billig-Regionalbetreibern sieht die Lage ähnlich aus, weil diese zumindest im Moment nicht genügend Personal zur Verfügung haben, um die stark wachsende Kundschaft zufriedenstellend zu betreuen. Vielleicht solltet ihr also erstmal einen Stromrechner zu Rate ziehen, um zu überprüfen, wie hoch die Ersparnis beim Wechsel tatsächlich sein würde. Ansonsten kann man immer noch überlegen, seine Energiekosten zu senken, und an dieser Stelle zu sparen, sollte die Ersparnis beim Anbieterwechsel nicht zufriedenstellend sein.