Die Geldanlage ist in der Zeit einer drohenden Wirtschaftskrise zu einem großen Thema avanciert – doch immer wieder werden Fehler gemacht, die die Bilanz ins Negative ziehen. Deswegen gebe ich heute einige Tipps, die größten Sparfallen zu vermeiden.
Das Thema Geldanlage beginnt schon bei der Wahl der Bank: Einige Banken bieten Sparern tolle Konditionen. Doch will man bei der gleichen Bank einen Kredit beantragen, so sind die Zinsen meist astronomisch hoch. Deswegen sollte man immer alles im Blick behalten, Preise vergleichen und mal nicht auf die Hausbank zurückgreifen, wenn anderswo bessere Konditionen geboten werden. Auch ist dabei wichtig, sich nicht auf den angegebenen “Normalzins” zu verlassen, sondern man sollte immer nach dem Effektivzins fragen, damit ist man auf der sicheren Seite.
Auch das Wie ist beim Sparen wichtig: Legt man Geld auf einem Sparbuch an, so ist dies gut. Ist dabei zeitgleich allerdings das Girokonto im Minus, geht die Rechnung nicht auf: durchschnittliche 2% Zinsen des Sparbuches stehen mindestens 10% Überziehungszinsen gegenüber.
Aktien sind das wohl heikelste Thema: Ein Aktieneinsteiger hat meist nicht den Durchblick an der Börse und bedenkt auch meist nicht, dass Kaufen und Verkaufen einige Zeit in Anspruch nimmt. So kann man z.B. Wunschpreise per Kauf- oder Verkaufslimit absichern und ist somit auf der sicheren Seite.
Sollte man sich für die sicheren Bundeswertpapiere entscheiden, so ist hier wichtig, dass man das richtige Depot wählt: Bei vielen Anbietern kosten die Depots viel Geld, bei anderen Instituten sind diese kostenlos. Ein Depotcheck kann hier helfen, den Überblick zu erhalten. Bei Bundeswertpapieren ist man bei der Bundeswertpapierverwaltung in Bad Homburg gut aufgehoben – sie bietet ein kostenloses Depot an.
Der falsche Anlagezeitraum ist auch ein Problem. So sollte man sich vorher im Klaren sein, wann man eine große Anlage braucht. Löst man z.B. eine Lebensversicherung nach weniger als 12 Jahren aus, so ist diese noch nicht steuerfrei. Auch bekommt man meist nur einen Bruchteil der Endsumme ausgezahlt.
Zuletzt sollte man sich immer im Klaren darüber sein, dass Risikofreude auch immer das Wort Risiko beinhaltet: Festverzinsliche Papiere werfen vielleicht im ersten Moment mehr ab, sind dafür aber sicherer, wie man es in der momentanen Situation des Finanzmarktes oft schmerzlich erfährt.