Eine Umfrage hat ergeben, dass die Deutschen rund sechs Milliarden Euro verschenken, weil ihnen die Kosten der eigenen Kontoführung nicht in vollem Umfang bekannt sind. Jeder Dritte konnte die aktuellen Kontoführungsgebühren nicht einmal annähernd beziffern, zudem wussten viele nicht, welche Kosten bei Überweisungen, Bareinzahlungen und Überziehung auf sie zu kommen.
Die gigantische Summe, zu der mancher Bundesbürger mit über 100 Euro jährlich beiträgt, kommt nur aus Unkenntnis zustande. Wenn man sich einmal kurz die Zeit nimmt und die eigene Bank mit anderen Geldinstituten vergleicht, lassen sich mehrere hundert Euro jährlich einsparen. Da die Banken haben in den letzten Jahren das Kundengeschäft wieder für sich entdeckt haben, bieten viele Institute kostenlose Girokonten an. Zumeist erweitern Direktbanken das Angebot mit einer kostenlose EC-Karte sowie einer Kreditkarte. Außerdem wird dem Kunden bei einigen Banken eine Guthabenverzinsung ermöglicht, so dass leicht aus entstehenden Kosten ein minimales Zusatzeinkommen werden kann. Sicherlich ist die Guthabenverzinsung auf einem Girokonto im Vergleich zu einem Festzinskonto deutlich geringer, aber wie man umgangssprachlich behauptet: „Kleinvieh macht auch Mist“.
Im Internet ist es möglich anhand von Angaben wie die Anzahl der Überweisungen, der Bareinzahlung, der ungefähren Guthabenhöhe und anderen Informationen sich das beste Konto ermitteln zu lassen. Für viele Menschen ist das Girokonto noch immer eine Gewohnheitssache, wo eine hohe Eigenmotivation nötig ist, um diese zu ändern. Aber angesichts der steigenden Kosten ist ein Wechsel durchaus lohnenswert.