Geldschiff

Geld sparen leicht gemacht
 


Überziehungszinsen mit bitterem Beigeschmack

Autor: Kai
abgelegt in: Spartipps

Münzen flickr©Jeff Belmonte

Dispo- und Überziehungszinsen sind neben den Kontoführungsgebühren jene Einnahmequellen der Geldinstitute, die äußerst lukrativ für sie sind. Gerade weil in den vergangenen Jahren die Inanspruchnahme von Dispokrediten erheblich zugenommen hat, können es sich manche Banken sogar leisten auf die Kontoführungsgebühren vollständig zu verzichten.

In vielen Fällen wird privaten Personen ein Girokonto bereit gestellt, welches über einen gewissen Kreditrahmen verfügt. Dieser wird entweder von der Bank aufgrund der eingehenden Zahlung selbst berechnet, kann aber auch zwischen beiden Parteien ausgehandelt werden. Sicherheiten werden nicht gefordert, allerdings möchte die Bank einen ständigen Geldfluss erkennen. Eine Kündigungsfrist für den Dispokredit seitens der Bank ist grundsätzlich innerhalb einer kurzen Frist möglich, insbesondere wenn sich die finanziellen Rahmenbedingungen des Kontoinhabers rapide verändern, sei es durch Arbeitslosigkeit oder dauerhafte Krankheit.

Für das Nutzen des eingeräumten Kreditrahmens fallen täglich sogenannte Sollzinsen an, die oftmals bei über 10 Prozent liegen, je nach Geldinstitut. Wird dieser Kreditrahmen noch weiter überzogen, fallen Überziehungszinsen an, die sich zwar am Markt orientieren, jedoch oftmals bei rund 17 Prozent liegen. Wenn man also weiß, dass man eine größere Summe an Geld benötigt, wäre es günstiger auf einen normalen Verbraucherkredit mit einer kurzen Laufzeit zurückzugreifen als die Inanspruchnahme des Dispokredites und darüber hinaus.

Ständige Überziehungszinsen, die immer quartalsweise abgerechnet werden, hinterlassen einen bitteren Beigeschmack und sind eine sehr teure Angelegenheit.


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